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Verkehrsunfallbilanz 2025 im Landkreis Waldshut: Zahl der Verkehrstoten halbiert – mehr Unfälle mit Verletzten

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🚨 Verkehrsunfallbilanz 2025 im Landkreis Waldshut: Zahl der Verkehrstoten halbiert – mehr Unfälle mit Verletzten

Im Landkreis Waldshut kamen im Jahr 2025 fünf Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – halb so viele wie im Vorjahr, als zehn Todesopfer zu beklagen waren. Besonders stark sank die Zahl tödlich verunglückter Motorradfahrer: von sieben auf zwei. Das geht aus der Verkehrsunfallbilanz 2025 des Polizeipräsidiums Freiburg hervor.

Insgesamt wurden im Landkreis Waldshut 1.710 Verkehrsunfälle erfasst (+3,4 % gegenüber 2024). Davon endeten 565 mit Personenschaden (+9,5 %). 580 Personen wurden leicht verletzt (+12,0 %), 143 schwer verletzt (+21,2 %).

Ein klarer Trend zeigt sich bei älteren Verkehrsteilnehmern: 455 Senioren waren in Unfälle verwickelt, ein Plus von 19,7 %. Auch Pedelec-Fahrer sind deutlich häufiger verunglückt – 65 Unfälle wurden registriert, ein Anstieg von 32,7 %. Bei Elektrokleinstfahrzeugen wie E-Scootern stiegen die Unfallzahlen sogar um 50 % auf 18 Fälle. Positiv entwickelten sich hingegen die Motorradunfälle: Hier sank die Zahl von 123 auf 118 (-4,1 %).

Überhöhte Geschwindigkeit blieb mit 298 Fällen einer der häufigsten Unfallursachen (+16,4 %). Vorfahrtsmissachtungen lagen mit 282 Fällen im Plus (+9,3 %). Deutlich zurückgegangen sind dagegen Unfälle beim Abbiegen und Rangieren: von 463 auf 301 Fälle (-35,0 %). Alkohol war bei 65 Unfällen ursächlich (-1,5 %), Unfälle unter THC-Einfluss wurden fünf gezählt. Unfallfluchten stiegen leicht auf 802 (+1,9 %).

Polizeivizepräsident Uwe Oldenburg kommentiert die Bilanz: „Die Verkehrsunfallbilanz 2025 zeigt, dass wir auf lange Sicht in einigen Bereichen positive Entwicklungen verzeichnen können. Die Zahl der schwerverletzten und tödlich verunglückten Menschen im Straßenverkehr ist rückläufig. Nach wie vor verunglücken jedes Jahr Menschen schwer oder tödlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit. Dem versuchen wir mit konsequenter Verkehrsüberwachung entgegen zu wirken.”

Zugleich mahnt er: „Die steigenden Zahlen bei den Unfällen unter Drogeneinfluss und die zunehmende Anzahl von Unfällen mit Pedelecs und Elektrokleinstfahrzeugen stellen eine Herausforderung dar. Die Legalisierung von Cannabis scheint sich nun auch spürbar in den Unfallzahlen niederzuschlagen. Beispielsweise haben sich die Verkehrsunfälle unter Einfluss von Cannabis seit der Legalisierung im April 2024 nahezu verdoppelt. Auch im Rahmen der Verkehrsüberwachung zeigte sich im vergangenen Jahr, dass rund zwei Drittel der festgestellten Drogenfahrten unter Einwirkung von Cannabis erfolgten. Unfälle, bei denen Pedelecs beteiligt waren, sind dabei im Schnitt seit 2016 sogar um etwa 70 % angestiegen. Auf diese Entwicklungen haben wir bereits mit angepassten Konzepten reagiert und tauschen uns fortlaufend und eng mit den Partnerbehörden und beteiligten Organisationen aus.”

Im Bereich der Verkehrsüberwachung registrierte das Polizeipräsidium Freiburg präsidiumsweit 2.412 Fahrten unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss sowie 128.950 Geschwindigkeitsverstöße. Bei 87 Motorradkontrollaktionen wurden 740 Fahrende beanstandet, rund 41 % davon wegen überhöhter Geschwindigkeit.

Im Bereich Prävention erreichte das Polizeipräsidium Freiburg gemeinsam mit Partnerbehörden rund 33.000 Menschen bei 930 Veranstaltungen. Das Projekt «Begegnungen», bei dem Einsatzkräfte mit Fahranfängern an Schulen über Unfallfolgen sprechen, wurde mit dem Verkehrspräventionspreis 2026 ausgezeichnet.

Quelle: Pressemeldung der Polizei Foto: Symbolbild

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