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Premiere des Freilichttheaters „Die schwarze Rose“ begeistert im Klostergarten Riedern

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Vor beeindruckender Kulisse im Klostergarten von Riedern am Wald feierte am Freitagabend den 25. Juli 2025 das neue Freilichttheaterstück „Die schwarze Rose“ vom Theaterverein Zeitschleuse e.V. seine stimmungsvolle Premiere.

Seit März 2024, wann immer es wettertechnisch möglich war, wurde im Klostergarten auf der  Freilichtbühne geprobt. Bei schlechtem Wetter wurde in der Halle, dem Vereinsheim oder der Schule geprobt.

Seit Juni 2024 wurden die ca. 120 Schauspieler eingekleidet. Jeder Spieler braucht bis zu 8 unterschiedliche Kostüme und diese sind alle wunderbar.

Die ausverkaufte Uraufführung lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher an, die sich von einem emotionalen, aufwendig inszenierten Theaterabend berühren ließen. Das Ensemble, bestehend aus unzähligen engagierten Mitwirkenden aus Ühlingen-Birkendorf und der Region, brachte die facettenreiche Lebensgeschichte von Heinrich Ernst Kromer in 24 eindrucksvollen Bildern auf die Bühne. Das Ensemble besteht aus Mitwirkenden in jeder Altersgruppe, sehr viele Kinder spielen mit und so hatte sogar ein Neugeborenes auf dem Arm eine kleine “Nebenrolle” wo sonst eher Baby-Puppen solche Rollen einnehmen. Beindruckend!  

Trotz eines verregneten Tages ließ das Wetter die Premiere nicht im Stich. Noch am Vormittag hatte es in Strömen geregnet, und selbst auf unserer Anfahrt zur Vorstellung zog ein letzter Schauer über uns. Doch pünktlich zum Beginn der Aufführung klarte der Himmel auf – der Regen hörte auf, und die Zuschauer konnten das Freilichttheater im Trockenen genießen. Ein kleines Wetterwunder, das die gelungene Premiere zusätzlich unterstrich obwohl auch dafür vorgesorgt wäre. So schreibt der Verein auf seiner Webseite:

“Wir spielen bei jedem Wetter, soweit es Ihre Sicherheit zulässt.
Bitte bringen Sie wetterfeste Kleidung mit, außerdem liegt unter jedem Sitz ein Regencape für Sie bereit.”

Ein Theaterstück mit Tiefgang

Im Mittelpunkt der Inszenierung steht das Leben des Schriftstellers und Künstlers Heinrich Ernst Kromer, geboren 1866 in Riedern a.W. Die Geschichte folgt seinem von Verlust, Sehnsucht, kreativer Leidenschaft und innerem Kampf geprägten Lebensweg – von der Kindheit im Schwarzwald über seine Jahre in Konstanz und München bis hin zu seinem Tod 1948.

Was zunächst wie eine klassische Biografie beginnt, entwickelt sich im Laufe des Abends zu einem vielschichtigen Stück Zeitgeschichte. Immer wieder werden persönliche Erlebnisse mit gesellschaftlichen Entwicklungen verwoben – etwa den Wirren der Weltkriege, der Inflation oder der Auswanderung nach Amerika.

Herausragende Szenen und liebevolle Details

Die einzelnen Akte nehmen das Publikum mit auf eine Reise durch rund sieben Jahrzehnte: Der frühe Tod der Mutter prägt den jungen Heinrich Ernst nachhaltig. In seiner Schulzeit entdeckt er seine Liebe zur Kunst und Literatur. Seine Begegnung mit anderen Künstlern wie z.B. Hans Thoma, seine große, unerfüllte Liebe zu Gritta und die Sehnsucht nach familiärer Nähe werden eindrucksvoll dargestellt.

Zu den berührendsten Momenten der Aufführung zählen sicherlich die Szene, in der Heinrich Ernst das Tagebuch seines Vaters überreicht bekommt – und damit die Geschichte einer ganzen Generation Auswanderer auflebt –, sowie die Szene, in der er seine eigenen Bilder – seine “Kinder”, wie er sie nennt, zerstört, aus tiefer Verzweiflung über die Ablehnung seiner Kunst. Doch gerade hier zeigt sich auch die künstlerische Stärke der Inszenierung: Die Gemälde „erwachen“ auf der Bühne zum Leben, ein bildgewaltiger und emotionaler Höhepunkt des Abends.

Auch die szenische Darstellung der Waldshuter Chilbi der 1920er Jahre mit Musik, Tanz, Gauklern und Artisten sorgte für einen mitreißenden Kontrast zur sonst eher nachdenklichen Erzählweise. Viele Mitwirkende verkörperten dabei die Rollen ihrer eigenen Vorfahren – eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die dem Stück zusätzliche Tiefe verleiht.

Prominente Unterstützung aus der Heimat

Als Schirmherr des Freilichttheaters konnte erneut S.E. Erzbischof Dr. Georg Gänswein gewonnen werden. Der gebürtige Riederner, Ehrenbürger der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf und heutige Apostolische Nuntius für die baltischen Staaten, steht sinnbildlich für die Verbindung von Heimat und Weltkirche. Mit seiner Fürsprache würdigt er nicht nur das kulturelle Engagement seiner Heimatgemeinde, sondern auch das Andenken an einen bedeutenden Sohn der Region.

Starke Gemeinschaft hinter den Kulissen

Auch in diesem Jahr zeigte sich wieder, dass das Freilichttheaterprojekt auf viele helfende Hände zählen kann: Viele örtliche und regionale Vereine sorgten gemeinsam mit Daniel Frech vom Posthorn Ühlingen, Stefan Gromann vom Gasthaus Kreuz in Riedern a.W. und anderen für die Bewirtung. Von Getränken bis zu leckeren Speisen  blieb kein Wunsch offen – und trug zur herzlichen Atmosphäre rund um die Premiere bei.

Fazit: Ein großer Theaterabend mit bleibendem Eindruck

Mit „Die schwarze Rose“ ist dem riesigen Ensemble und dem gesamten Organisationsteam rund um Corinna Vogt wieder ein beeindruckendes Freilichttheater gelungen, das nicht nur die Lebensgeschichte eines sensiblen Künstlers nachzeichnet, sondern auch viele Facetten der Heimatgeschichte lebendig werden lässt. Authentisch, berührend und mit einem feinen Gespür für Details erzählt – die Premiere wurde vom Publikum mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations belohnt.

Diesen Donnerstag 08.08. bis Sonntag 10.08. habt ihr nochmal die letzte Möglichkeit das Stück anzusehen! Schnell noch Karten sichern!

Tickets erhältlich an der Abendkasse oder über

WhatsApp Marianne Weber:
0152 230 083 41
(Über diese Nummer bitte nur per WhatsApp – schriftlich)

E-Mail: ko*****@**********se.com und Online auf www.zeitschleuse.com

Alle Fotos und hunderte weitere Fotos gibt’s bei partyamigo.de

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