📊 Kriminalitätsstatistik 2025: Landkreis Waldshut
Polizeipräsident Norbert Schneider, Polizeivizepräsident Uwe Oldenburg und Leitender Polizeidirektor Armin Bohnert (Leiter der Kriminalpolizeidirektion) stellten gestern in Freiburg und heute in Lörrach die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2025 für das Polizeipräsidium Freiburg, den Stadtkreis Freiburg sowie die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach und Waldshut vor.
Landkreis Waldshut im Überblick
Im Landkreis Waldshut gingen die Straftaten (ohne Ausländerrecht) im Jahr 2025 um 7,7 Prozent auf 7.050 Fälle zurück (2024: 7.641). Trotz dieses Rückgangs liegt der Wert auf dem dritthöchsten Stand der letzten zehn Jahre – nach 2024 und 2016. Im landesweiten Vergleich belegt der Landkreis Platz 9 der belasteten Landkreise. Etwa 10 Prozent aller Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg ereignen sich im Landkreis Waldshut.
Die Gewaltdelikte gingen um 8,1 Prozent auf 1.422 Fälle zurück, während bei der Partnergewalt ein leichter Anstieg um 3,4 Prozent auf 334 Fälle zu verzeichnen ist. Besonders auffällig ist der starke Anstieg bei Messerangriffen: Mit 73 Fällen stieg die Zahl gegenüber 2024 (46 Fälle) um 58,7 Prozent – der stärkste Anstieg aller Landkreise im Präsidiumsbereich.
Die Straftaten gegen das Leben stiegen leicht von 7 auf 10 Fälle, während Sexualdelikte leicht von 211 auf 203 Fälle zurückgingen. Die Eigentumskriminalität ging deutlich um 19,8 Prozent auf 1.857 Fälle zurück. Beim Wohnungseinbruchdiebstahl zeigt sich jedoch ein gegenläufiger Trend: Die Fallzahlen stiegen von 46 auf 59 Fälle (+28,3 %).
Die Rauschgiftdelikte gingen um 48,9 Prozent auf 202 Fälle zurück. Deutliche Zunahmen zeigen sich hingegen bei der Cyberkriminalität: Das Ausspähen und Abfangen von Daten stieg um 225,5 Prozent (+106 Fälle), Erpressungsdelikte nahmen um 176,2 Prozent (+37 Fälle) zu, und Betrug mit rechtswidrig erlangten Zahlungsmitteln stieg um 84,2 Prozent (+48 Fälle).
Die meisten Straftaten im Landkreis wurden unverändert in Waldshut-Tiengen, Bad Säckingen, Wehr und Laufenburg registriert. Der Anteil der Straftaten im öffentlichen Raum sank auf den niedrigsten Wert der letzten fünf Jahre.
Als positives Beispiel bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität gilt das seit 2022 etablierte Haus des Jugendrechts Waldshut, in dem Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendbehörden eng zusammenarbeiten – ein Modell, das landesweit als vorbildlich gilt.
Wir haben hier nur den Landkreis Waldshut und auch nur einige Details betrachtet – für alle Details einfach die PDF des Polizeipräsidiums Freiburg öffnen!
Was ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)?
Die PKS unterliegt besonderen Kriterien: Straftaten und Straftatenversuche, die der Polizei bekannt werden, fließen nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen und vor Abgabe an die Justiz in die PKS ein. Sie bilden das sogenannte Hellfeld der Kriminalität, bei der mindestens eine tatverdächtige Person in Deutschland rechtswidrig handelte. Dabei finden sich nicht nur Angaben zu Fällen in der PKS, sondern auch – in anonymisierter Form – Merkmale zu ermittelten Tatverdächtigen und Opfern. Der weitere Verlauf und der Ausgang des Strafverfahrens sind nicht Teil dieser Statistik.
Nicht erfasst werden u. a.: Verkehrsdelikte, Finanz- und Steuerdelikte, Sachverhalte außerhalb des gesetzlichen Aufgabenspektrums der Polizei sowie im Ausland begangene Straftaten.
Quelle und Foto: Pressemeldung Polizeipräsidium Freiburg | Foto: Armin Bohnert, Norbert Schneider, Uwe Oldenburg, Pressekonferenz Freiburg, 24.02.2025 (von links nach rechts)

























